Namen
Einstieg: Es wird Namensball gespielt. Dabei stehen alle Teilnehmer*innen im Kreis. Nach
und nach wird ein Ball weiter geworfen. Dabei wird immer der Name der Person gerufen, der der Ball zugeworfen wird. Das Spiel kann auch zu Beginn einer Gruppenstunde gespielt werden und dann in dem Impuls wieder aufgegriffen werden.
Wir haben uns gegenseitig den Ball zugeworfen und dabei immer den Namen einer Person hier im Raum gerufen. So konnten wir uns ein bisschen besser kennenlernen – und es musste niemand einfach mit „du da“ angesprochen werden.
Wenn jemand meinen Namen ruft, dann bedeutet das: Ich werde gesehen. Ich bin gemeint. Das fühlt sich gut an, oder? Es zeigt mir: Ich gehöre dazu. Ich bin Teil dieser Gruppe, Teil einer Gemeinschaft, in der ich wichtig bin. Aber nicht nur hier, nehmen wir einander wahr und interessieren uns dafür, wie es uns geht oder was uns beschäftigt. Auch Gott hat dieses Anliegen. Ihm ist es wichtig, wie es dir geht.
In der Bibel lesen wir diesen Satz: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du gehörst mir.“ (Jesaja 43,1) Das ist ein richtig starker Satz! Gott kennt dich – nicht irgendwie, sondern ganz persönlich. Er weiß, wer du bist. Er ruft dich bei deinem Namen, weil er mit dir befreundet sein möchte. Manchmal merken wir, das ist gar nicht so leicht, weil wir Gott ja nicht sehen können. Aber wir können ihn spüren – zum Beispiel, wenn wir beten, wenn wir dankbar sind, wenn wir lachen oder uns einfach geborgen fühlen.
Und Gott kennt nicht nur die schönen Seiten in unserem Leben. Als echter Freund weiß er auch, dass es Tage gibt, an denen es uns nicht gut geht. Dass wir manchmal Mist bauen oder uns überfordert fühlen. Und genau in solchen Momenten sagt er: „Fürchte dich nicht.“ Damit meint er: „Du bist nicht allein. Ich bin da – egal, ob dein Tag perfekt läuft oder ob alles schiefzugehen scheint.“ Wenn du also das nächste Mal jemanden deinen Namen rufen hörst, denk vielleicht kurz daran: Auch Gott ruft dich bei deinem Namen. Nicht nur hier wirst du gesehen und wertgeschätzt – sondern jeden Tag, überall.
Gott ist da, er steht bereit, sozusagen mit einem Ball in der Hand, und ruft deinen Namen. Er möchte dir sagen: „Ich sehe dich. Ich kenne dich. Ich liebe dich – mit all deinen Stärken und
Schwächen.“
Wimke Keil
