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Kompass

Material: Ein Kompass und vier Zettel (beschriftet mit je einer Himmelsrichtung

Orientierungsspiel: Ihr kennzeichnet die vier Richtungen (Nord, Ost, Süd und West) im Raum. Die Jugendlichen sollen alle in die Mitte des Raumes gehen. Dann nennst Du Orte, Gebirge oder Flüsse. Die Gruppe soll nun überlegen, wo sie liegen und sich positionieren. (z.B. Hamburg, New York, Nil…)

Einstiegsfrage: Wisst ihr, wie ein Kompass funktioniert? (kurz deinen Kompass zeigen und erklären)

„Bitte im Kreisel die dritte Ausfahrt nehmen.“ Navigation über das Handy ist schon super. Ich gebe einfach mein Ziel ein und das Navi zeigt mir verschiedene Wege. Bei Stau oder Sperrungen
bekomme ich sogar Ausweichstrecken angeboten. Und wenn ich mal eine Abfahrt verpasse. Macht nichts. Das Navi plant automatisch um. So ein GPS-Navi hätte ich auch gern für meinen Lebensweg. Ständig muss ich Entscheidungen treffen, verpasse Abfahrten oder verfahre mich total. Ja manchmal wäre das hilfreich. Aber ganz ehrlich, ich möchte doch nicht ständig Gott oder irgendwen anders fragen müssen, was ich tun oder lassen soll. So ähnlich haben es die Pharisäer
zur Zeit Jesu versucht: für jede Situation im Leben ein Gebot, das mir sagt, was ich tun oder lassen soll. Jesus hat deutlich gemacht, so funktioniert das nicht. Wenn wir uns noch so bemühen, wir kommen irgendwann doch vom Weg ab.

Ich glaube, dass Gott uns ganz viel Freiheit geschenkt hat. Wir dürfen und sollen entscheiden, wie wir leben, was wir tun und lassen. Aber ich glaube auch, dass es Gott nicht egal ist, wie wir leben und was wir aus unserem Leben machen. Für mich ist Gott und sein Wort eher wie ein Kompass. Bist du schon mal mit einem Kompass unterwegs gewesen? Das ist nicht so einfach wie mit einer Navigations-App. Ich kann mich erinnern an eine längere Wanderung. Es gab keine Wege, nur
Landschaft, eine Karte und unseren Kompass. Der Kompass hat uns geholfen, die korrekte Richtung zu halten – uns zu orientieren. Und wir sind angekommen. So war es früher auch
bei der Seefahrt, mit Kompass und Sternen haben die Seeleute sich auf dem Meer orientiert.
Ich glaube, so möchte Gott uns helfen unseren Weg im Leben zu finden. Es geht nicht darum jeden Moment das Richtige zu tun. Bei Gott und in der Bibel finde ich Orientierung, Werte wie Gerechtigkeit, Nächstenliebe oder Verantwortung für die Schöpfung. Ich entdecke, wie sehr Gott mich und dich liebt. Ich höre, wie Gott uns vergibt und wir, wenn möglich, einander vergeben sollen. Von all dem, von Gottes Wort kann ich mich leiten und hinterfragen lassen. Bin ich gerade auf dem richtigen Weg? In der Bibel wird ständig beschrieben, wie Menschen von Gott durch ihr Leben geführt wur-den. Warum nicht auch ich? Es ist gut auf dem Lebensweg zwischendurch
mal anzuhalten, innezuhalten, zu beten und auf die Kompassnadel zu schauen. Dann können wir uns an Gott, seinem Wort und seiner Geistkraft orientieren.

»Dieser Gott ist unser Gott für alle Zeit. Er wird uns sicher durchs Leben führen.« (Psalm 48,15)

Gebet
Du bist mein Kompass,
zeigst mir den Weg.
Und wenn ich mich verlier,
bist du immer bei mir.
Auf Dich ist Verlass.

Du bist mein Kompass,
Schritt für Schritt folge ich Dir.
Dein Geist will mich leiten
und umgibt mich von allen Seiten.
Auf dich ist Verlass.

Du bist mein Kompass,
wo ich auch bin, bist du da.
Du kannst mich hören und verstehen.
Auf dich ist Verlass.

Voll Vertrauen darf ich mit Dir gehen. Amen.

von Ulrich Schön

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