Wahnsinn
Deko-Idee: einige Werkzeuge auslegen, Musikbox und Handy
Lied „Mein Leben ist der Wahnsinn“ von Henning Wehland abspielen
„Ich hab ’ne gute und ’ne schlechte Nachricht – such’s dir selber aus.“ So Singt der Sänger Henning Wehland am Anfang. Und genau so ist das Leben oft: Ein Mix aus Licht und Schatten, Freude und Frust, Euphorie und Chaos. „Mein Leben ist der Wahnsinn“ – das klingt zuerst nach Überforderung. Aber in diesem Lied steckt auch Stärke, Hoffnung und Mut.
„Ich könnte jammern oder heulen – doch das sieht nie so gut aus. Ich pack das Leben bei den Hörnern und hol den Werkzeugkoffer raus.“ Manchmal hilft kein Jammern. Sondern Anpacken. Der Song macht Mut: Du hast Werkzeuge, mit denen du dein Leben gestalten kannst. Einen Hammer für das Böse. Eine Feile für das Schöne. Eine Säge für alles, was du loslassen musst. Das ist eine Einladung zum Mitbauen am eigenen Leben. In der Bibel steht im Buch Prediger: „Für alles
gibt es eine bestimmte Stunde. Und jedes Vorhaben unter dem Himmel hat seine Zeit: Eine Zeit zum Einreißen und eine Zeit zum Aufbauen. Eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen.“ (Prediger 3, 1-4) In unserem Leben gibt es so einige Baustellen. Und wir dürfen gestalten – mit Hilfe, mit Liebe, mit Fehlern und mit Fortschritt.
„Die Liebe ist der Vorarbeiter, Vertrauen ist mein Polier, mein Gewissen ist die Baubehörde.“ Was für ein Bild! Die Liebe leitet den Bau. Vertrauen hält die Teile zusammen. Das Gewissen gibt den Plan vor. Gott ist in allem mit dabei – nicht als stiller Beobachter, sondern als Bauhelfer, Architekt, vielleicht sogar als der feste Grund, auf dem alles steht.
„Mein Leben ist ein Wahnsinn – lässt mich gewinnen und trickst mich aus. Mein Leben ist ein Irrenhaus – und ich komm da niemals raus.“ Ja, manchmal ist es so. Und trotzdem will ich nicht raus. Weil es mein Leben ist. Weil es wertvoll ist. Weil es Hoffnung gibt. Weil auch der „Wahnsinn“ heilig werden kann – wenn Liebe, Vertrauen und Gewissen mitbauen.
Segen
Gott segne deinen Bauplatz –
mit Mut, mit Plänen, mit Kraft und auch mit Pausen.
Gott segne deinen Werkzeugkoffer –
damit du erkennst, was du verändern, was du behalten,
was du loslassen darfst.
Gott segne deine Baustellen –
auch wenn sie staubig sind, laut oder schief.
Er ist da – mit Helm, Herz und Humor.
Und Gott segne dich –
auf deinem wilden, wahnsinnigen, wunderbaren Lebensweg.
Amen.
Alexander Ostendorf
