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Den Körper bewusst wahrnehmen

Bewusst stehen: Ich stelle mich bewusst hin. Ich richte mich aus und auf. Die Kopfkrone ist dem Himmel zugewandt. Ich spüre den Boden, der mich trägt. Ich schließe meine Augen und spüre nach, wie sich mein Körper jetzt anfühlt. Ich denke darüber nach, was meine „Standpunkte“ im Leben sind. Wofür stehe ich ein? Wo fühle ich mich aufgerichtet? Gesehen? Angesehen? Mir ist zugesagt, dass Gott mich sieht. Mich liebt, mich aufrichten will, wenn mir mein Standpunkt in der Welt gerade schwerfällt.

Bewusst sitzen: Nun ruhe ich mich etwas aus. Ich suche mir einen Ort, wo ich für einen Moment gut und gerne sitzen mag. Ich spüre auch hier, wie ich getragen bin. Kann ich mich sogar anlehnen? Was sitzt bei mir? Was kann ich gut? Wo lasse ich mich mit meinem ganzen Sein gerne nieder? Wo hat aber vielleicht auch „was“ gesessen, was mich noch beschäftigt, oder schmerzt?
Vielleicht sitzt auch etwas, was mir mit der Zeit wertvoll geworden ist?

Bewusst atmen: Ich nehme meinen eigenen Atem wahr. Ich achte darauf, wie die Luft ein- und ausströmt. Ich versuche durch die Nase ein- und auszuatmen. Ganz ruhig. Aber immer mehr mit dem inneren Bild, dass die Atemluft mich mehr und mehr ganz erfüllt. Wie wenn ich bis in meine Zehen atmen könnte, aber dies ganz unangestrengt. Ich atme ein. Ich atme aus. Die Luft strömt ein und „fällt“ tiefer und tiefer in mich hinein. Ich bin entspannt. Was, wenn ich mir vorstelle, dass mit jedem Atemzug mehr vom „Atem Gottes“ in mich strömt. So bin ich gedacht. So bin ich erfüllt. Ich atme ab, was mir in den Gedanken nicht guttut.

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