|

Geh-Meditation

Ich gehe einen Weg. Draußen in der Natur (oder in der Schöpfung?) oder in einem Raum und nehme den Satz in mein Herz: „Du stellst meine Füße auf weiten Raum!“ (Psalm 31,95) So gehe ich eine Weile… Dann spüre ich meinem Gehen nochmal nach.

  1. Wie ist eigentlich mein „normaler“ Gang? Habe ich einen eher federnden Schritt oder gehe ich doch mehr mit stampfenden Schritten? Ichspüre nach, was bei mir so „geht“.
  2. Wie gehe ich eigentlich, wenn ich einen „Gang zulege“? Ändert sich meine Art zu gehen, wenn ich gestresst bin. Ich gehe schneller und spüre auch hier, wie sich dieses Gehen für mich anfühlt.
  3. Dann gehe ich sehr verlangsamt. Erinnere ich Situationen, in denen ich das Gefühl habe, nicht richtig „durchstarten“ zu können, sondern mich irgendetwas hindert, verlangsamt, ausbremst?
  4. Ich probiere etwas seltsam aus: Ich gehe im Pilgerschritt, d.h. ich gehe zwei Schritte vorwärts und einen wieder rückwärts. Ich gehe, aber ich gönne mir immer wieder einen Schritt zurück, als würde ich überprüfen, ob ich noch auf dem für mich guten Weg bin. Ich verlangsame meinen Weg. Ich gehe bewusst. Ich spüre hin.
  5. Ich bleibe stehen. Spüre meinen Gangarten nach. Welcher Gang, welche Art mich zu bewegen „passt“ zu mir? Welcher Gang passt zu welcher Situation? Ich erinnere nochmal den Vers vom Anfang: Der „weite Raum“ kann horizontal gedacht werden (der weite Raum meiner Beziehungen, meiner Mitwelt, meines Lebens, meines Bezuges zur Schöpfung) und vertikal (mein „geistliches“ Leben, meine Gottesbeziehung, meine Sehnsucht nach Gott und Christus und Gemeinschaft.

Mache dir durch diese Übung bewusst: Gott sagt dir zu: Du bist wunderbar
gemacht! Gott hält dich. Gott sieht dich liebevoll an.

Schau auch hier mal rein...