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Selbstverliebt

Du brauchst einen Spiegel, dein Handy und eine Box zur Wiedergabe eines Songs. Zu Beginn hältst Du den Spiegel in Deiner Hand betrachtest interessiert Dein Spiegelbild.

Mag ich mein Spiegelbild? Mag ich mich so wie ich bin?
Den Nächsten lieben wie mich selbst – liebe ich mich?

Du legst den Spiegel in die Mitte oder an die Seite.

Es gibt Typen, die strahlen dieses selbstverliebte Bewusstsein aus – vielleicht auch zu sehr: „Ich bin soooo toll.“ Möglicherweise ist es unangenehm sich vor den Spiegel zu stellen und von sich selbst zu sagen: „Yes, ich sehe großartig aus heute.“ Manche können das, und das liegt nicht unbedingt an ihrem Aussehen. Vielleicht sagst du eher: „Ich will nicht überheblich sein. Eigenlob stinkt, heißt es doch.“ Ganz ehrlich, das ist bei den meisten von uns nicht wirklich das Problem. Ein Problem wird es, wenn wir auf andere herabschauen. Viele von uns haben andere Gedanken: „Meine Nase ist zu groß. – Ich bin zu unsportlich. – Ich bin so ungeschickt, wie peinlich. – Meine Haare, naja. – Zu schüchtern, ich traue mich mal wieder nicht. – Was die anderen jetzt wohl denken?“

Ich gefalle mir nicht immer, häufig ärgere ich mich auch. Gern wäre ich manchmal anders, schaue auf andere und möchte sein wie sie. Ich glaube, viele von uns kennen solche Gedanken. Das kann frustrieren und fühlt sich nicht gut an. Auf der Suche nach Likes und Bestätigung vergessen wir, wie wertvoll und liebenswert wir sind. Und wenn dann noch Leute kommen, die mich spüren lassen, dass ich für sie nicht gut, klug, schön, interessant genug bin. Dann tut es richtig weh. Es gibt einen Song, der davon erzählt:

Lied vorspielen „Love who I am“ von Allison Eide

Die junge Amerikanerin Allison Eide selbst kämpft immer wieder mit ihrem Körpergefühl, mit Ängsten und mit ihrem Selbstbild. Als sie diesen Song schrieb, war sie gerade unzufrieden
mit sich selbst. Doch sie erinnerte sich an den Zuspruch Gottes, dass sie von ihm geliebt wird und in seinen Augen genau richtig ist. Das hat sie inspiriert diesen Song zu schreiben. Das Lied sagt nicht: Gott liebt dich, wie du bist – und jetzt sind alle happy. Im Gegenteil, aus eigener Erfahrung
weiß Allison Eide, dass es nicht so einfach ist. Sie teilt mit uns ihre Sehnsucht das anzunehmen, was Gott uns zusagt und sich nicht von anderen, die uns durch ihre Brille bewerten und
Selbstzweifel streuen, bestimmen zu lassen. Ihr Lied beginnt mit den Zeilen: „Gott, ich muss mich durch Deine Augen sehen. Ich war so abhängig davon, wie ich denke.“ (God I need to see me through Your eyes. I‘ve been so dependent on how I think.) Im Refrain singt sie weiter:

Ich möchte mich so lieben, wie ich bin.
Nicht durch die Brille eines anderen,
sondern durch die des Autors,
der den Stift in der Hand hält.
Wenn Du mein Leben geschrieben hast,
sag mir bitte, warum
ich mich so schwer damit tue,
mich selbst zu lieben.
(Originaltext in Englisch von Allison Eide)
Es ist oft gar nicht so leicht sich selbst zu lieben.

Allison Eide erinnert uns daran, uns selbst immer wieder neu durch die Augen Gottes zu sehen: „God I need to see me through Your eyes.“

Du nimmst den Spiegel wieder und schaust hinein.

Und vielleicht kommen dann Momente, in denen du in den Spiegel schauen und sagen kannst, was in einem Psalm jemand vor langer Zeit gebetet hat: „[Gott] Ich danke dir dafür, dass ich
wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.“ (Psalm 139,14 3)

Mögliche Aktion: Alle sagen ihren Nachbar*innen zu: „Du bist gut, so wie du bist.“

Ulrich Schön

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